Zwischen „das ist kaputt“ und „das kommt weg“ liegen bei den meisten Menschen nur ein paar Tage und eine kurze Suche. In diesem Fenster müsst ihr auffindbar sein, sonst landet das Gerät auf dem Wertstoffhof.
Was Leute klären, bevor sie etwas wegwerfen
„Wann habt ihr das nächste Mal offen?“
Einmal im Monat, jeder zweite Samstag, Sommerpause im Juli: Ein Angebot mit seltenen Terminen lebt oder stirbt daran, dass der nächste Termin auffindbar ist.
Website-Betreuung„Muss ich mich anmelden oder einfach kommen?“
Wer mit einem sperrigen Gerät anreist, will nicht zwei Stunden warten. Ein Formular mit Zeitfenstern nimmt gleich mit auf, was mitgebracht wird – und ihr wisst vorher, wer kommt.
Buchung & digitale Tools„Repair-Café in der Nähe“
Wer so sucht, will reparieren statt wegwerfen – ihr müsst diese Menschen nicht überzeugen, nur gefunden werden. Genau daran scheitert es erstaunlich oft.
Lokal gefunden werdenWas sich im Alltag ändert
Nicht auf der Website – am Reparaturtag
- Der Termin steht im Gemeindeblatt, das erst in drei Wochen erscheintDer nächste Öffnungstermin steht online, noch am Tag der Entscheidung
- Um zehn stehen zwanzig Leute gleichzeitig in der TürEine Anmeldung pro Zeitfenster verteilt den Andrang über den Nachmittag
- Jemand bringt ein Gerät, für das euch die Fachkraft fehltEine Liste zeigt vorab, welche Geräte ihr reparieren könnt
- Die Rückfragen landen alle bei denselben zwei EhrenamtlichenDie häufigen Fragen sind auf der Website beantwortet, nicht im Postfach
Wenn Ehrenamt und Website zusammenpassen sollen
Eine Website darf hier nicht nach Verkaufsdruck aussehen – sie soll einladen. Ein klarer Ton, echte Fotos aus der Werkstatt und ehrliche Angaben zu Terminen wirken glaubwürdiger als jedes Hochglanzlayout.
Sagt vorher, was ihr reparieren könnt
Das ist die zweitwichtigste Information auf eurer Seite, gleich nach dem Termin – und sie darf ruhig so konkret sein:
// BRINGT VORBEI
- Toaster, Wasserkocher, Lampen
- Kleine Elektrogeräte mit Kabel
- Textilien zum Flicken
// BESSER NICHT
- Waschmaschine und andere Großgeräte
- Nähmaschine – nur wenn Anne da ist
Das sind Beispiele; welche Geräte bei euch draufstehen, wisst nur ihr.
Ohne diese Liste kommt ein Teil der Leute mit dem Falschen, blockiert einen Platz und geht enttäuscht wieder – und die Ehrenamtlichen erklären zum zwanzigsten Mal, warum es diesmal nicht geht. Eine schlichte Aufzählung nach Gerätearten reicht dafür völlig. Sie ist außerdem der Text, über den ihr in Suchen zu einzelnen Geräten gefunden werdet.
Die Seite muss den Wechsel der Aktiven überstehen
Ehrenamt lebt von Menschen, die kommen und wieder gehen. Websites, die eine einzelne engagierte Person gebaut hat, sterben genau dann, wenn diese Person aufhört: Niemand kennt das Passwort, niemand weiß, wo die Domain liegt, und irgendwann ist die Seite offline. Deshalb legen wir Zugänge und Domain immer auf den Verein, nicht auf eine Privatperson, und halten die Pflege so einfach, dass sie mit einer kurzen Nachricht funktioniert. Wer im Vorstand sitzt, ändert daran nichts.
Für gemeinnützige Initiativen finden wir einen Weg, der passt
Website, Hosting und Pflege laufen in einem festen Monatspreis. Schreib uns, wie euer Angebot aussieht und wie oft ihr öffnet – wir finden einen Betrag, den eine ehrenamtliche Kasse trägt.
Häufige Fragen
Wir sind ein ehrenamtlicher Verein – lohnt sich das trotzdem?
Gerade dann. Eine aktuelle Website entlastet Ehrenamtliche, weil Öffnungszeiten und häufige Fragen nicht mehr einzeln beantwortet werden müssen. Für gemeinnützige Initiativen sprechen wir gern über einen Weg, der zu eurem Budget passt.
Wir haben kaum Zeit für Website-Pflege neben dem Ehrenamt.
Genau dafür sind wir da. Kurze Nachricht mit dem nächsten Termin, den Rest übernehmen wir – so bleibt die Seite aktuell, ohne dass es euch Zeit kostet.
Wir verkaufen auch upgecycelte Möbel – passt das auf dieselbe Seite?
Ja. Reparaturtermine und Verkauf lassen sich klar getrennt auf einer Seite abbilden, mit eigenem Bereich für Angebote und Anfragen zu Einzelstücken.
Brauchen wir Spendenmöglichkeiten auf der Website?
Wenn das zu eurem Modell passt, bauen wir eine einfache, transparente Lösung ein. Wichtig ist, dass sie nicht wie eine Verkaufsseite wirkt, sondern zum Charakter des Angebots passt.
Müssen wir online auf den Haftungsausschluss hinweisen?
Es ist sehr zu empfehlen. In Repair-Cafés wird gemeinsam repariert, nicht im Auftrag – dieser Unterschied trägt eure Absicherung und sollte deshalb auf der Seite stehen, nicht erst auf dem Zettel an der Tür. Wir binden den Hinweis so ein, dass er auffindbar ist, ohne abschreckend zu wirken. Eine Rechtsberatung ist das nicht; die Formulierung selbst gehört mit eurem Trägerverein abgestimmt.

Lass uns quatschen
Einfach ein Gespräch unter Wegbegleitern – versprochen. Schreib uns, wo du gerade stehst, und wir melden uns zeitnah zurück.
