Kaffeetasse, Notizbuch und kleine Pflanze auf einem Holztisch

Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb wirklich?

Von Andreas Warntjes, Gründer der Nicer Nature GmbH und von NINAT

Autorprofil ansehen
Kaffeetasse, Notizbuch und kleine Pflanze auf einem Holztisch

„Was kostet denn so eine Website?“ ist die häufigste Frage im Erstgespräch – und die, auf die es die unbefriedigendste Antwort gibt: Es kommt darauf an. Diesen Beitrag schreiben wir, damit die Antwort wenigstens nachvollziehbar wird.

Warum die Spanne so absurd groß ist

Angebote zwischen 300 und 15.000 Euro beschreiben oft dasselbe Wort, aber nicht dieselbe Sache. Der Unterschied liegt fast nie im Design, sondern darin, was alles mitgemeint ist: Wer schreibt die Texte? Wer besorgt die Bilder? Wer kümmert sich um Impressum und Datenschutzerklärung? Wer richtet die E-Mail-Adresse ein? Wer merkt es, wenn die Seite nachts ausfällt? Und wer ändert die Öffnungszeiten, wenn du im Januar umstellst?

Ein Angebot über 490 Euro ist selten unseriös. Es beantwortet diese Fragen nur alle mit „du selbst“.

Die vier Kostenblöcke

Einrichtung. Der einmalige Aufbau: Struktur, Design, Texte, Bilder einbinden, Technik aufsetzen, Rechtstexte einrichten. Bei einer klassischen Agentur landet ein kleiner Betrieb mit fünf bis zehn Seiten dafür üblicherweise im vierstelligen Bereich, und das ist dort auch nachvollziehbar kalkuliert: Jedes Projekt wird von Grund auf konzipiert, dazu kommen Projektleitung, Kundentermine und der Overhead eines größeren Teams.

Laufender Betrieb. Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, Backups, Sicherheitsupdates. Das sind die Posten, die viele erst entdecken, wenn die erste Rechnung kommt oder die Seite offline geht. Technisch unvermeidbar, egal bei wem.

Pflege. Öffnungszeiten, Preise, neue Bilder, ein neuer Mitarbeiter, ein geändertes Angebot. Klingt nach wenig, summiert sich aber über ein Jahr – und ist der Grund, warum so viele Betriebsseiten inhaltlich auf dem Stand von 2021 stehen.

Sichtbarkeit. Der Block, der in den meisten Angeboten komplett fehlt. Eine Website, die niemand findet, ist eine teure Visitenkarte. Dazu gehören technische Auffindbarkeit, Standortdaten, das Unternehmensprofil, die laufende Beobachtung, ob und wofür du überhaupt in den Ergebnissen auftauchst.

Warum wir deutlich darunter liegen

Bei uns kostet die Einrichtung zwischen 395 und 695 Euro und die Betreuung zwischen 9,95 und 99 Euro im Monat. Das ist kein Kampfpreis und keine Lockangebot-Rechnung, sondern hat drei nüchterne Gründe:

Wir bauen nicht jedes Mal von vorne. Wir haben uns auf kleine Betriebe festgelegt und dafür ein technisches Fundament gebaut, das wir immer wieder verwenden: Hosting, Sicherheit, Rechtstexte, Struktur, Auffindbarkeit. Für dich sichtbar ist trotzdem eine eigene Seite mit deinen Texten und deinen Bildern. Was wir sparen, ist die Konzeptionsarbeit, die eine Agentur bei jedem Projekt neu leistet – nicht die Qualität dahinter.

Wir sind kein Team, das sich tragen muss. Keine Projektleitung, keine Account-Betreuung, keine Präsentationstermine. Du redest direkt mit dem Menschen, der die Arbeit macht.

Und ehrlich gesagt geht es uns nicht nur ums Geld. NINAT ist aus einem laufenden Handelsunternehmen entstanden, nicht aus einer Agenturgründung. Wir wollen die Betriebe begleiten, die uns gefallen – Höfe, Werkstätten, Gärtnereien, Plätze – und das geht nur zu Preisen, die diese Betriebe auch zahlen können. Ein Hofladen, der 4.000 Euro für eine Website hinlegen soll, macht sie eben nicht. Und dann ist niemandem geholfen.

Was das ausdrücklich nicht heißt: dass wir weniger machen. Technik, Sicherheit, Rechtstexte und Sichtbarkeit laufen bei jedem Paket mit. Der Unterschied liegt im Umfang der Seite, nicht im Fundament darunter.

Der Denkfehler bei „einmalig zahlen“

Eine Website ist kein Möbelstück, sondern eher ein Fahrzeug: Sie hat einen Anschaffungspreis und laufende Kosten, und ohne die zweiten ist die erste nach zwei Jahren wertlos. Browser ändern sich, Sicherheitslücken werden bekannt, Google ändert seine Kriterien, Gesetze ändern sich. Eine Seite, die drei Jahre niemand angefasst hat, ist technisch veraltet, rechtlich angreifbar und in der Suche abgerutscht.

Deshalb rechnen wir bei NINAT mit einem festen Monatspreis, in dem Hosting, Pflege, Technik, Rechtstexte und Sichtbarkeit zusammen stecken – die konkreten Zahlen stehen offen bei den Paketen. Das ist keine Verkaufsmasche, sondern die einzige Variante, bei der niemand am Jahresende überrascht wird.

Was den Preis nach oben treibt

Ehrlich benannt, damit du Angebote vergleichen kannst:

  • Buchung und Zahlung. Ein echtes Buchungssystem ist ein eigenes Projekt, siehe digitale Tools.
  • Viele Seiten. Zwanzig Unterseiten kosten mehr als fünf – vor allem beim Text.
  • Bilder. Wenn keine brauchbaren vorhanden sind, kommt ein Fototermin dazu.
  • Mehrsprachigkeit. Verdoppelt Text- und Pflegeaufwand.
  • Umzug einer bestehenden Seite. Alte Adressen müssen sauber weitergeleitet werden, sonst verlierst du, was du dir aufgebaut hast.

Was den Preis nicht senkt

Ein Baukasten spart Geld beim Einrichten und kostet es bei der Zeit. Wer Feierabende rechnet, landet fast immer über dem, was Betreuung gekostet hätte – mit dem Unterschied, dass am Ende niemand zuständig ist. Wir haben das in einem eigenen Beitrag gegenübergestellt.

Wie du ein Angebot prüfst

Drei Fragen, die jedes Angebot vergleichbar machen:

  1. Was kostet es im zweiten Jahr?
  2. Wer ändert die Öffnungszeiten – und was kostet das?
  3. Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge, wenn wir uns trennen?

Wenn ein Anbieter auf die dritte Frage ausweicht, ist das die wichtigste Information des Gesprächs.

Kurz gesagt

Am Markt bewegen sich Angebote für kleine Betriebe bei der Einrichtung meist im vierstelligen Bereich. Günstiger geht es – aber nur, wenn ein Anbieter erklären kann, wodurch. Entweder durch Spezialisierung und wiederverwendbare Technik, so wie bei uns. Oder dadurch, dass Arbeit still zu dir verlagert wird: Texte, Bilder, Rechtstexte, Pflege, Zuständigkeit.

Der Unterschied ist entscheidend, und du erkennst ihn an einer einzigen Frage: Wer macht es, wenn du es nicht machst?

Wenn du ein Angebot vorliegen hast und wissen willst, ob es fair ist: Schick es uns. Wir sagen dir das auch dann, wenn es besser ist als unseres. Melde dich einfach.

Alle Angaben sind Erfahrungswerte aus unserer Praxis und ersetzen keine individuelle Beratung.

Über den Autor

Andreas Warntjes, Gründer der Nicer Nature GmbH und von NINAT. Seit über 25 Jahren in IT, E-Commerce und Prozessen zu Hause.

Autorprofil ansehen
Freundlicher Ansprechpartner mit Kaffeetasse und Telefon auf einer Gartenbank

Lass uns quatschen

Kein Verkauf, kein Druck, einfach ein Gespräch unter Wegbegleitern – versprochen. Schreib uns einfach, wo du gerade stehst, und wir melden uns zeitnah zurück.

Mit dem Absenden werden deine Daten zur Bearbeitung deiner Anfrage verarbeitet. Mehr in der Datenschutzerklärung.