Von Autorenteam, Redaktion bei NINAT
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Eine neue Bewertung, ein Stern, ein Satz wie „nie wieder“ – der erste Reflex ist selten der richtige. Dabei liest die nächste Interessentin nicht nur die Bewertung, sondern genauso, wie darauf reagiert wurde. Genau das lässt sich gestalten, während die Sternezahl selbst feststeht, sobald sie einmal abgegeben ist.
Warum die Antwort mehr zählt als die Zahl der Sterne
Wer ein Google-Unternehmensprofil ansieht, überfliegt selten alle Bewertungen – meistens reichen die ersten drei bis fünf, dazu ein Blick, ob der Betrieb überhaupt antwortet. Ein Profil ganz ohne Antworten wirkt unbeobachtet. Ein Profil mit Antworten auf jede Bewertung, gute wie schlechte, wirkt wie ein Betrieb, der hinsieht. Die einzelne Sternezahl lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern – wie darauf reagiert wird, bleibt vollständig gestaltbar.
Bei einer guten Bewertung: konkret statt austauschbar
„Vielen Dank für Ihre Bewertung!“ unter jedem Fünf-Sterne-Eintrag liest sich nach Textbaustein, weil es das meistens auch ist. Wirkt dagegen eine Antwort, die aufgreift, was die Kundin tatsächlich geschrieben hat: Wurde der Blumenstrauß zur Hochzeit erwähnt, gehört der in die Antwort. Das dauert kaum länger, macht aber sichtbar, dass tatsächlich jemand gelesen hat, was dort steht.
Bei einer schlechten Bewertung: sachlich bleiben, öffentlich reagieren
Eine schlechte Bewertung in aller Öffentlichkeit zu diskutieren, gewinnt niemand. Was trotzdem hilft: kurz anerkennen, worum es geht, ohne Gegenvorwürfe, und das eigentliche Klären an eine private Stelle verlegen – Telefonnummer oder E-Mail-Adresse reichen dafür. Wer das liest, sieht dann nicht den Streit, sondern den Umgang damit.
Eine Ausnahme gibt es: Bewertungen, die offensichtlich nicht zum eigenen Betrieb passen oder gegen Googles Richtlinien verstoßen – etwa, weil sie von niemandem stammen, der tatsächlich Kunde war –, lassen sich über das Unternehmensprofil melden. Das ist kein Umweg um eine berechtigte Kritik, sondern für die Fälle gedacht, die eindeutig nicht dazugehören.
Was Google ausdrücklich verbietet
Bewertungen kaufen, gegen einen Rabatt eintauschen oder nur zufriedene Kundinnen gezielt um eine Bewertung bitten, während unzufriedene außen vor bleiben – all das widerspricht Googles Richtlinien und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Bewertungen entfernt werden oder das ganze Profil Ärger bekommt. Wer stattdessen einfach nach jedem guten Termin fragt, ob eine kurze Bewertung möglich wäre – unabhängig davon, wie die Antwort ausfallen könnte –, bleibt auf der sicheren Seite.
Wie oft draufschauen reicht
Ein tägliches Nachsehen braucht kein Betrieb. Ein fester Termin alle ein bis zwei Wochen reicht für die meisten – wichtiger als die Häufigkeit ist, dass überhaupt jemand zuständig ist. Wer sein Google-Unternehmensprofil ohnehin regelmäßig pflegt, kann die Bewertungen bei derselben Gelegenheit gleich mit durchsehen.
Kurz gesagt
Die Sternezahl steht fest, sobald die Bewertung da ist – die Antwort darauf nicht. Konkret statt austauschbar bei guten Bewertungen, sachlich und ohne Gegenvorwürfe bei schlechten, und nichts kaufen oder erzwingen, was sich nicht erzwingen lässt. Wer nicht sicher ist, ob das eigene Profil vollständig und aktuell ist: Melde dich einfach.
Über den Autor
Autorenteam, Redaktion bei NINAT. Schreibt aus der täglichen Praxis von IT, Prozessen und E-Commerce sowie Social Media, Content und Design – für Menschen, die ihren Betrieb führen und nicht ihre Technik.
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